Heizstäbe im Wärmepumpen-System: Funktion, Vorteile und Tipps

Kurz erklärt
Was ist ein Heizstab?
Heizstäbe sind elektrische Heizelemente, die bei Wärmepumpensystemen im Warmwasserspeicher eingebaut werden. Sie werden häufig auch als Heizpatronen bezeichnet. Sie geben Wärme direkt an das Wasser ab und unterstützen bei besonders hohem Warmwasserbedarf oder sehr niedrigen Temperaturen. In den meisten Fällen regelt ein Thermostat die Temperatur und gewährleistet so einen effizienten Betrieb.
Es gibt zwei Arten von Heizstäben bzw. Heizpatronen:
Fest installierte Heizstäbe sind fest verbaut und werden über einen Regler sowie einem Thermostat gesteuert. Diese Heizstäbe sind die gängigste Lösung für die Warmwasserbereitung.
Mobile Heizstäbe werden in Privathaushalten selten genutzt. Sie kommen eher für die vorübergehende Warmwasserbereitung in industriellen Umgebungen zum Einsatz.


Technische Details
Wie funktioniert ein Heizstab?
Der Mechanismus eines Heizstab ist ganz einfach. Das Metallelement wird im Warmwasserpeicher installiert und erwärmt dort das Wasser. Wird der Heizstab eingeschaltet, fließt Strom durch das Metall und erwärmt es. Diese Wärme wird direkt an das Wasser im Speicher abgegeben, wodurch die Temperatur steigt.
Damit funktioniert der Heizstab im Warmwasserspeicher Ihres Wärmepumpensystems genauso wie der Tauchsieder eines herkömmlichen Wasserkochers.
Heizstäbe werden meist über einen Thermostat geregelt, mit dem Sie die gewünschte Wassertemperatur einstellen. Sobald das Wasser die eingestellte Temperatur erreicht hat, schaltet der Thermostat die Stromzufuhr zum Heizelement automatisch ab. So wird eine Überhitzung verhindert.
Wann lohnt sich eine Heizpatrone?
Die Vorteile eines Heizstabs im Wärmepumpen-System
- Hoher Warmwasserbedarf
Wenn Ihr primäres Warmwassersystem Ihren Bedarf nicht decken kann, sorgt ein Heizstab flexibel für zusätzliche Kapazität. Das ist besonders dann sinnvoll, wenn Ihr Bedarf nur hin und wieder deutlich über dem alltäglichen Volumen liegt.
- PV-Überschuss nutzen
Heizstäbe werden häufig mit Photovoltaik-Anlagen kombiniert. So kann überschüssiger Solarstrom direkt in Warmwasser umgewandelt werden. Dadurch maximieren Sie den Eigenverbrauch erneuerbarer Energien und verringern Ihre Abhängigkeit vom Netzstrom.
- Notheizung
An sehr kalten Wintertagen unterstützt ein Heizstab Ihre Wärmepumpe bei der Warmwasserbereitung und sorgt so dafür, dass Sie zuverlässig warmes Wasser zur Verfügung haben.
- Legionellen-Schutz
Der Heizstab kann das Wasser im Speicher kurzzeitig auf über 60°C erhitzen. Dadurch unterstützt er bei Bedarf die Legionellen-Bekämpfung im Warmwasserspeicher und trägt entscheidend zur Wasserqualität bei.
Vaillant Tipp: Vorsicht bei falscher Dimensionierung der Wärmpumpe!
In einem gut geplanten Wärmepumpen-System soll ein Heizstab lediglich in Ausnahmesituationen wie beispielsweise an sehr kalten Tagen oder bei erhöhtem Warmwasserbedarf unterstützen.
Dafür ist wichtig, dass Ihre Wärmepumpe richtig dimensioniert ist. Das bedeutet, dass die Leistung der Wärmepumpe zu Ihrem Zuhause passt. Eine falsche Dimensionierung der Wärmepumpe kann zu einem hohen Betrieb des Heizstabs führen. Das ist ineffizient und teuer. Lassen Sie sich daher vorab bei der Planung Ihres Wärmepumpen-Systems gut beraten.
Wartung
So arbeitet der Heizstab möglichst effizient
- Heizelement reinigen
Im Laufe der Zeit können sich Kalkablagerungen auf dem Heizelement ansammeln. Das kann die Effizienz beeinträchtigen und zu einer Überhitzung des Heizgeräts führen. Stellen Sie sicher, dass das Heizelement regelmäßig gereinigt wird, um eine optimale Leistung zu gewährleisten.
- Thermostat prüfen
Das Thermostat regelt die Wassertemperatur. Stellen Sie stets sicher, dass es ordnungsgemäß funktioniert. Dadurch kann eine Überhitzung oder unzureichende Beheizung vermieden werden.
- Korrekte Isolierung sicherstellen
Eine korrekte Isolierung des Warmwasserspeichers hilft dabei, die Wärme möglichst lange und effiezient zu speichern. Dadurch muss das Wasser nicht ständig neu erwärmt werden und die Betriebskosten sinken.
FAQ



